Ein zukünftiger Meister spielte Meisterwerke

11/2019 - In der Konzertreihe „Beflügelt!“ laden Waldorfschule Benefeld und FORUM Bomlitz junge Nachwuchsmusikerinnen und -musiker ein, Ihr Können zu zeigen. Zu Gast in Benefeld war am letzten Sonntag der 26-jährige Pianist Youngho Park aus Südkorea. Bereits mehrere internationale Preise hat er gewonnen. Zurzeit ist er Masterstudent an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover bei Prof. Roland Krüger. Mit Beethovens Sonate Nr. 21 „Waldstein“ eröffnete Park das Konzert, in dem er mit großer Sicherheit ein anspruchsvolles Programm präsentierte.

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Die Partnerstadt Kepice hatte auch eine Papiermühle

09/2019 - Partnerstädte sollten etwas gemeinsam haben, z.B. eine vergleichbare Größe oder eine vergleichbare geographische Lage. Die polnische Gemeinde Kepice und die ehemalige Gemeinde Bomlitz haben vor allem eine ähnliche Geschichte: Kepice hieß bis 1945 Hammermühle und entstand als Siedlung, die zu einer Stampfmühle zur Papierherstellung gehörte. Bomlitz ging ebenfalls aus einer Papiermühle hervor, aus der am Bomlitzer Gutshof schließlich die Firma Wolff entstand. Zum Bomlitzer Lichterfest besuchte eine Delegation aus Kepice die Partnergemeinde Bomlitz. Nach der Eingemeindung von Bomlitz wird die Partnerschaft erhalten bleiben und auf die Stadt Walsrode übergehen.

 

Wald und Heide waren Lebensraum und Branche

09/2019 - Heute hat die Gemeinde Bomlitz einen Waldanteil von ca. 40 %. In der Geschichte hat es in der Lüneburger Heide allerdings viele Epochen mit unterschiedlichen Ausprägungen von Wald- und Heidelandschaft gegeben. Förster Richard Brandes stellte für das FORUM die Entwicklung vor. Von der Bronzezeit ca. 2.500 Jahre v. Chr. mit über 90 % Bewaldung über die Antike zur Hanse-Zeit, als für Schiffbau und das Salzkochen Wald gerodet wurde und sich auf dem sandwüstenartigen Boden Heidefläche ausbreitete, bis zur Wiederaufförstung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte er einen Bogen spannen und Ursachen und Auswirkungen erklären.

 

Für Annette Fitzen ist das Gefühl in Sprache wichtig

10/2019 - Annette Fitzen aus Soltau schreibt kleine Alltagsgeschichten und andere Kurzprosa. Im Mittelpunkt der Lesung im Bomlitzer Dorfgemeinschaftshaus stand ihr Buch "HerzensTexte" mit Episoden, mit denen jeder schon in Berührung gekommen ist. "Der Umgang mit Sprache ist mir wichtig", sagte die Autorin. Und die Sprache seien nicht nur die Worte, sondern auch die Stimmung, die erzeugt werden würde. "Bei manchen Gesprächen, kann ich mich nicht mehr an den Wortlaut erinnern, aber an das Gefühl, das ich dabei hatte." Bei der Lesung war das Gefühl für die Gäste ein warmes und freundschaftliches.

 

Für den Krieg war man bei Wolff gerüstet

11/2019 - Das Interesse an den FORUM-Führungen von Thorsten Neubert-Preine durch die Ausstellung zur Bomlitzer Industriegeschichte ist ungebrochen. Aus mehr als 200 Jahren lokaler Geschichte zeigt der Historiker dabei Exponate wie z.B. dieses Produktplakat vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Das rauchlose Pulver hatte sich zu dieser Zeit auch bei Wolff & Co. seit 1888 zu einem Exportschlager entwickelt, der unter anderem auf dem Seeweg international vertrieben wurde. Neben der Produktion von Jagdpatronen wurden in diesem Zug die Pulverbetriebe weiter ausgebaut, um für den Mobilmachungsfall gerüstet zu sein.

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Einmal im Monat war Backtag für alle

09/2019 - Die Cordinger Mühle stellte in den letzten Jahrhunderten das Mehl her für "unser tägliches Brot", das wichtigste Lebensmittel seit der Steinzeit. Natürlich gab es aber früher im ländlichen Raum noch keine Bäckereien mit täglich frischer Ware. Brot wurde stattdessen auf den Höfen gebacken. Einmal im Monat wurde reihum der Ofen angeheizt, und die anderen Höfe brachten ihre vorbereiteten Teiglinge zum Backhaus. Dort wurden sie in der Backwanne gelagert, um noch weiter aufzugehen und nach und nach durchgebacken zu werden. Im Backhaus an der Cordinger Mühle steht eine dieser Backwannen, die das FORUM beim "Tag der Mühlengeschichte(n)" gezeigt hat.

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"Hänsel und Gretel" waren Einstimmung auf den Advent

11/2019 - Die Oper "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck ist ein beliebtes Weihnachtsstück, das an der Staatsoper Hannover bereits seit Jahrzehnten gezeigt wird. Es beginnt bereits am frühen Abend, damit auch Kinder daran teilnehmen können. Die Handlung ist natürlich als Grimmsches Märchen bekannt, auch wenn Humperdinck sie leicht gekürzt und das Ende etwas angepasst hat. Aber mit Bühnenbild, viel Spielfreude von z.B. Hänsel, Gretel und der Hexe, und einem Kinderchor zum Abschluss wurde die Vorstellung ein rundes Erlebnis mit überraschenden Stilmitteln.

 

Die Ehrengräber in Bomlitz sind scheinbar "gewandert"

05/2019 - Bei der FORUM-Führung über den historischen Walsroder Friedhof machte Thorsten Neubert-Preine auch Station am Kriegsgräberfriedhof. Er wies auf eine Besonderheit hin, die in den 1950er Jahren noch üblich war: Die deutschen Kriegsopfer ruhen auf einer Fläche in der Friedhofsmitte. Der Ausländerfriedhof mit unter anderem Russen und Polen wurde 1959 am Rand des Friedhofs am Zaun eingerichtet. Auf dem Bomlitzer Friedhof sieht es scheinbar anders aus: Das Ehrengrabfeld für Ausländer liegt zentral. Zu Beginn lag er allerdings auch am Rand: Im Laufe der Jahrzehnte wurden der Friedhof nur so erweitert, dass das Ehrengrabfeld in die Mitte des Friedhofs "rückte".

 

Bundesweiter "Tag des Wanderns" auch in Bomlitz

05/2019 - Der Deutsche Wanderverband lädt jährlich am 14. Mai zu einem Aktionstag ein, bundesweit bei unterschiedlichen Vereinen und Organisationen zu wandern. In diesem Jahr hat Wanderführer Peter Kloy für das FORUM zwei Touren am "Tag des Wanderns" angeboten. Mit jeweils zehn Teilnehmenden ging es ca. drei Stunden auf eine Tour mit acht Kilometern. Eine kleine Kaffeepause gab es auf dem Parkplatz Borg und eine große an der Cordinger Mühle. Einmal mehr fiel auf: Wandern kann viel und vielfältig sein. Kultur- und Heimatpflege, Gesundheitsvorsorge, Naturschutz oder auch Familien- oder Jugendarbeit.

 

In Liebenau ist die EIBIA noch besser erkennbar

09/2019 - Bei FORUM-Führungen durch die EIBIA in Bomlitz braucht man an einigen Stellen Phantasie, sich bei den Trümmern und Ruinen vorzustellen, wie es wohl vor mehr als siebzig Jahren ausgesehen hat. Der EIBIA-Standort in Liebenau wurde nach dem Krieg von den Briten weiterverwendet und nicht wie der in Benefeld zum größten Teil gesprengt. Bei einem Besuch beim örtlichen Geschichtsverein leitete der Historiker Martin Guse die Bomlitzer Gäste durch das Gelände. E-Karren-Wege, die in der Bomlitzer EIBIA oft nur erahnt werden können, sind in Liebenau noch komplett erhalten, Manche Gebäude haben noch Werksuhren, und viele Versorgungsleitungen sind noch in Takt.

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Arno und Alice Schmidt sind in Bargfeld begraben

11/2019 - Einmal im Jahr fährt das FORUM mit Interessierten nach Bargfeld, wo Arno und Alice Schmidt seit 1958 lebten. Nicht nur für Fans des besonderen Schriftstellers ist dieser Besuch jedes Mal wieder ein Erlebnis, gibt er doch einen realistischen Einblick in das damals tägliche Leben der beiden. Susanne Fischer von der Arno-Schmidt-Stiftung führte die Besuchergruppe durch das Wohnhaus und eine kleine Ausstellung im Stiftungshaus und erläuterte anschließend besondere Aspekte. Auch das Grab von Arno und Alice Schmidt besuchten die Gäste. Unter einem Findling sind die Urnen der beiden beigesetzt so, wie sie es wollten: schmucklos und ohne Grabstein oder Inschrift.

 

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