Ein beklemmendes und auch lebendiges Zeitdokument

09/2018 - Klaus Seckel vom Gut Charlottenthal bei Dorfmark war 16 Jahre alt, als er 1945 in Auschwitz zu Tode kam. Seine Eltern hatten ihn in einem niederländischen Internat vor den Nazis schützen wollen, wo er auch einige Jahre verbrachte. In dieser Zeit schrieb er Tagebücher, in denen er lebendig, feinsinnig und auch altersgemäß seinen Alltag beschrieb: Greifbar werden seine Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen, sein Heimweh und seine beklemmende Erkenntnis, wie Schritt für Schritt die alltägliche Bedrohung durch die Nazis wuchs. Dr. Wolfgang Brandes stellte die Tagebücher beim FORUM in einer Lesung vor: ein Zeitdokument, das Schullektüre werden sollte.

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Nach Blainville?! Links abbiegen und dann geradeaus!

09/2018 - Auch in diesem Sommer besuchte eine Bomlitzer Gruppe wieder die Partnerstadt Blainville sur Orne. Der Weg ist laut Schild scheinbar einfach: In der Bomlitzer Ortsmitte starten, anschließend links und dann die Kleinigkeit von 895 km geradeaus. Es lohnt sich aber: Rund dreißig Personen besuchten die Stadt in der Normandie, an deren Strand 1944 die Alliierten landeten und die Befreiung von den Nazis einleiteten, und pflegten Bekannt- und Freundschaften mit den französischen Partnern. Auf der Rückfahrt gab es einen Abstecher nach Paris, das 240 km entfernt und auf dem Heimweg liegt.

 

Aus Liebe zur Familie verlassen sie die Familie

09/2018 - Referent John ist Pensionär und arbeitet in seiner Freizeit ehrenamtlich im Duckdalben in Hamburg. Bei seiner Jahreskulturfahrt besuchte das FORUM den Seemannsclub und bekam von ihm einen Einblick in die Arbeit der Seemannshilfe und das Leben der Menschen auf See, die zum größten Teil aus Entwicklungsländern kommen. "Wir sind Multikulti", betonte John gleich zu Beginn. "Ein Fremder ist für uns ein Freund, den wir noch nicht kennen. Und wir zeigen: Dieses Credo funktioniert sehr gut. Es ist der einzige Weg, der funktioniert", berichtete er aus seiner Praxis.

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Dankbarkeit ist Belohnung für die Anstrengung

09/2018 - Die Elfenbeinküste ist kein Urlaubsland. Und Urlaub machte Erika Sbarra aus Benefeld auch dort nicht. Wenn die freundliche Tochter aus der Eisdiele Pavone in Benefeld mit ihrer Familie Winterpause macht, verbindet sie die Zeit auch mit Reisen, die ihr am Herzen liegen. Auf Madagaskar hatte sie bereits in einem Hilfsprojekt gearbeitet, den letzten Winter verbrachte sie in der Elfenbeinküste. Bei einem FORUM-Weltreisevortrag berichtete sie von ihren Erfahrungen, die sie in einer dortigen Schule sammelte. Ihre Freude an den Menschen, die sie kennengelernt hatte, war beim Vortrag ansteckend.

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Grundschulen besuchen die Cordinger Mühle

09/2018 - Ein Kilogramm Mehl kostet nur noch rund 0,50 EUR. Da vergisst man schnell, wie wichtig dieses Lebensmittel auch heute noch ist und wie viel Arbeit in der (über-)lebenswichtigen Mehlproduktion noch vor ca. hundert Jahren steckte. Das FORUM hatte jetzt wieder Grundschulklassen aus Bomlitz und Benefeld zu Gast an der Cordinger Mühle. Auf dem Programm stehen für die Schülerinnen und Schüler das Lebensmittel Mehl und die Mühlentechnik, das Leben der Familie Heino aus dem 19. Jahrhundert - und auch  "Max und Moritz" und "Der Gestiefelte Kater".

 

Die EIBIA in Liebenau soll Gedenkstätte bekommen

09/2018 - Der EIBIA-Standort Liebenau wurde im Gegensatz zum Standort Bomlitz nicht gesprengt. Die britische Armee lagerte dort nach Kriegsende deutsche Munition, um sie Schritt für Schritt zu zerstören. Das FORUM besichtigte das Gelände und wurde von Martin Guse vom dortigen Geschichtsverein durch weite Teile der ehemaligen Pulverfabrik geführt. Guse konnte dabei von vielen Lebensläufen von Zwangsarbeitern berichten, die zur Arbeit in der EIBIA verschleppt wurden und dort zu Tode kamen. Eine Gedenkstätte ist dort geplant, wo damals die Gestapo Hannover ein "Arbeitserziehungslager" betrieb.

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Die Wanderer sind nicht müde zu bekommen

09/2018 - Eigentlich wollte Peter Kloy vom FORUM nur eine geführte Wanderung pro Monat anbieten. Das Interesse ist aber so groß und die möglichen Ziele so vielseitig, dass der Wanderführer Sondertouren anbietet. Im September war die Monatswanderung erst eine Woche her, und schon waren die Wanderer wieder unterwegs. Diesmal fuhren sie mit dem Erixx bis Suerhop, von wo eine schöne Strecke durch die Lüneburger Heide ging. Die Resonanz zeigte, dass das Interesse an Touren durch die heimische Region immer mehr wächst. Die entspannte Atmosphäre und die Geselligkeit bei den Wanderungen scheinen sich auch herumgesprochen zu haben.

 

Die Cordinger Mühle war Zeugin schwieriger Zeiten

09/2018 - Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, aber gelegentlich sollte man so etwas in Erinnerung rufen: Das Leben auf dem Lande vor 100, 150 oder mehr Jahren bestand aus harter, lebenslanger Arbeit, und zwar um zu überleben. "Bei einer Dürre, wie wir sie in diesem Jahr bei uns gehabt haben, hätte es früher im Winter wahrscheinlich Hungersnöte gegeben", erklärte Torsten Kleiber vom FORUM beim diesjährigen "Tag des offenen Denkmals". Die Cordinger Mühle war über viele Jahrhunderte Zeugin dieses Lebens der Familien, die an der Cordinger Mühle gelebt und gearbeitet haben und auch gestorben sind.

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Wilde Tiere, Fliegerdenkmal und Kleinbahn

09/2018 - Die Wanderung war zwar länger als gewöhnlich, aber dafür gab es auch viel zu sehen. Bei bestem Wetter war FORUM-Wanderführer Peter Kloy mit den Interessierten unterwegs von Südkampen über den Ebersberg nach Stemmen und ins Wittmoor. Und auf der Strecke gab es einiges zu sehen: Die Kaffeepause machte die Gruppe am Bahnhof Stemmen, der seit einigen Jahren nicht mehr von der Bahn genutzt, aber von einem Kleinbahnverein weiterbetrieben wird. "Im nächsten Sommer werden wir versuchen, eine Fahrt mit der Museumsbahn in die Wanderung einzubauen", plant Peter Kloy bereits.

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Über vierzig Jahrhunderte blicken auf die Besuchenden

08/2018 - Der Bomlitzer Marcel Borchert hat Reisefieber und beschäftigt sich gern mit fremden Kulturen. In einem FORUM-Weltreisevortrag hatte er bereits Vietnam vorgestellt und dabei Einblicke ermöglicht, die man in einer Standardreisegruppe nicht bekommen kann. Nun berichtete er von einer vierwöchigen Reise durch Ägypten, die er wieder allein organisierte und bei der er so auch selbst die Schwerpunkte seiner Reise setzen konnte. Borchert sammelte Eindrücke, die anderen in dieser Form sicherlich verborgen bleiben würden - von einem Land, in dem mehr als vierzig Jahrhunderte auf die Gäste herabblicken.

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Froschkönig und Aschenputtel sind immer spannend

08/2018 - Märchen sind für Kinder nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch träumerische Reisen in die Phantasie. Vor allem ist die Botschaft der Geschichten zwischen "Es war einmal" und "Und wenn sie nicht gestorben sind ..." immer wieder schön: Am Ende gewinnt das Gute. Beim diesjährigen FORUM-Märchenfest an der Cordinger Mühle war es der "Froschkönig", der das Happy End hatte. Er bekam seinen Kuss von der Prinzessin, und die Kinder, die mit ihren Eltern oder Großeltern an der Mühle waren, bekamen einen entspannten und abwechslungsreichen Tag an einem Ort, der gut zu Märchen passt. 

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