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Schopstal wüer wedder ful

Beim dritten plattdeutschen Nachmittag im Schafstall von Jarlingen mussten am Ende wieder Tische und Bänke geräumt werden, um allen interessierten Besuchern einen Platz anbieten zu können. Über 130 Gäste konnte Organisator Erwin Kock im Namen des plattdeutschen Forum Heidekreis begrüßen. Aber trotz des regen Interesses hat das „Platt“ als mundartliche Sprache des niederdeutschen Raumes um das Fortleben zu kämpfen, da es nicht gängig gesprochen wird.

Vom FORUM Bomlitz, das diesen Nachmittag unterstützt und sich in seiner Arbeit künftig gerne auch stärker dem Erhalt der plattdeutschen Sprache als Kulturgut annehmen möchte, konnte Ortsvorsteher Ulrich Brandt herzliche Grüße überbringen. „Op platt“ weckte er Erinnerungen an das Wirken von Erwin Kock und seiner Frau beim Betreiben ihres Benefelder Lebensmittelgeschäftes und dankte Ihnen mit einem „plattdütschen Kalenner“ für die ehrenamtliche Arbeit zum Erhalt der Sprache.

Bei einer von den Landfrauen aus Ahrsen und Jarlingen sowie dem Schafstallverein vorbereiteten Kaffeetafel gab es dann die versprochenen „Döntjes“ von Erwin Kock. Helga Schiemann aus Jeddingen hatte heitere und nachdenkenswerte „Vertellers“ im Gepäck. Frau Trochemowitz konnte die Besucher mit ihrem Akkordeon bewegen, altbekannte plattdeutsche Volksweisen wie „vun Pott dee nu en Lock hat“ mitzusingen. Besonders begeistern konnte die neunjährige Johanna Zillmann aus Dorfmark, die an ihrer Schule plattdeutsch lernt, mit ihren vorgetragenen Geschichten.

Die Darbietungen des Männergesangsvereins Dorfmark um Oskar Hein mit „Liedern des Nordens“ waren eine Freude für Ohren und Augen im noch mit der Erntekrone dekorierten und völlig gefüllten Schafstall.

Alle Besucherinnen und Besucher freuten sich über den gelungenen Nachmittag und unterstützten die ehrenamtliche Arbeit mit Spenden für die Anschaffung plattdeutscher Bücher. Zum Erhalt der Kultursprache bedarf es noch vielfältigen ähnlichen Veranstaltungen aber vor allem dem täglichen Umgang.

Ulrich Brandt, Oktober 2013

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