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Vor 50 Jahren: "Ein großer Schritt für die Menschheit"

06/2019 - Der US-Amerikaner Neil Armstrong war am 21. Juli 1969 der erste Mensch auf dem Mond. "Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit", waren seine berühmten Worte, als er seinen Fuß auf den Erdtrabanten setzte. Referent Michael Kleiber erinnerte beim FORUM an das legendäre Ereignis vor fünfzig Jahren, erläuterte Technik und Vorgeschichte und hatte diverse Anekdoten parat: Vom Golf spielenden Astronauten, der kein Mondgestein sammeln wollte, über die Briefmarken, die auf dem Mond waren, bis zu Michael Collins, der als dritter Astronaut der Apollo 11 der einsamste Mensch aller Zeiten war.

Dabei war die Mondmission eher aus politischen als aus wissenschaftlichen Gründen geplant worden. Die russische Seite hatte Jahre vorher mit Juri Gagarin den ersten Menschen im Weltraum. Diese Niederlage wog schwer, so dass man bei der Vorbereitung der Mondlandung mehr auf Eile als auf Sicherheit setzte. Dass man das Projekt schließlich zum Erfolg führen konnte, habe ohne Zweifel auch an den Persönlichkeiten der drei sehr belastbaren Astronauten gelegen. "Ganz bestimmt lag es nicht am Bordcomputer der Kommandokapsel", schmunzelte Kleiber. "Der hatte ca. 4 KB Arbeitsspeicher. Heutzutage hat eine Küchenmaschine ein Vielfaches davon."

Für Zweifler an der Echtheit der Mondlandung konnte Michael Kleiber gleich mehrere überzeugende Beweise vorstellen. Unter anderem haben alle Mondmissionen Spiegel auf dem Mond zurückgelassen. Von der Erde kann man mit starken Lasern diese Spiegel anstrahlen und erhält den reflektierten Laserstrahl zurück.

Plausibel war darüber hinaus ein weniger technischer als vielmehr politischer Grund: Selbstverständlich hörte die russische Seite mit ihren Mitteln den Funkverkehr zur Raumkapsel seinerzeit ab. "Hätten sie Unregelmäßigkeiten festgestellt, wäre es ihnen damals eine Freude gewesen, den möglichen Schwindel auffliegen zu lassen."

Schließlich diskutierte man Möglichkeiten und Sinn einer bemannten Marsmission, wozu Kleiber eindrucksvoll die Größenverhältnisse und Entfernungen klarmachte: Ein Fußball lag als Planet Erde hinten links in der Ecke des Saals im Dorfgemeinschaftshaus Bomlitz. Als Mond lag ein Tennisball auf halber Höhe rechts an der Fensterseite. "In diesem Maßstab wäre der Mars in Uetzingen, wegen der besonderen Umlaufbahn unter Umständen auch kurz vor Walsrode", machte der Referent deutlich. Die Landung auf dem Mond sei also ein großer Schritt für die Menschheit gewesen. Eine Marslandung wären im Vergleich dazu die Schritte eines Langstreckenlaufs.

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