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Für den eigenen kleinen Beitrag zum Bienenschutz

03/2017 - Im letzten Jahr informierte das FORUM mit einem Vortrag über die besondere Bedeutung von Bienen für die Obsternte und die ernste Lage von Bienenvölkern: In den heutigen artenarmen Kulturlandschaften und Monokulturen finden Bienen und andere Insekten immer weniger Nahrung, die Sommermonate Juli und August sind geradezu Hungerzeiten. In diesem Jahr wurde das Thema ergänzt mit einem Vortrag über Möglichkeiten, wie man im eigenen Garten einen kleinen Beitrag leisten kann, der schwierigen Lage von „Maja und Willi“ entgegenzuwirken.

Auf Empfehlung des Niedersächsischen Bieneninstituts hatte das FORUM Imkermeister und Gartenbautechniker Bernhard Jaesch aus Springe eingeladen. Jaesch ist Fachreferent für Bienenpflanzen: Das sind Blütenpflanzen, die wegen eines besonders guten Futterangebots, des sogenannten Trachtangebots, für blütenbestäubende Insekten wertvoll sind.

Tatsächlich fehlt es in den heutigen Landschaften besonders während der Sommermonate an blühenden Pflanzen. Ackerrandstreifen sind oft frei von Wildkräutern, Monokulturen bieten wenig Nahrung, und Wiesen werden häufig und damit vor der Blütenentwicklung gemäht. Das führe auch zu einem allgemeinen Insektenrückgang, der wiederum für die insektenfressende Tierwelt bedrohlich ist. Wer vor zwanzig Jahren Auto fuhr, musste regelmäßig die Windschutzscheibe reinigen und getötete Insekten entfernen. Heute ist das deutlich seltener notwendig.

Für Jaesch habe daher Insektenschutz und das Futterangebot für Bienen, Wildbienen, Hummeln und andere blütenbestäubende Insekten eine besondere Priorität. Und so stellte er systemisch nach Blütenmonaten Gewächse vor, die gemeinsam eine Kette ausmachen, die von Februar bis November blüht. Mit auf der Liste befanden sich unter anderem z.B. der japanische Schnurbaum oder auch der als Duftraute bekannte Bienenbaum, die beide aus Ostasien stammen. Bedenken, dass es sich dabei nicht um heimische Pflanzen handele, hatte Jaesch nicht. Pollenanalysen hätten gezeigt, so der Referent, dass es vor der Eiszeit Vegetation gegeben habe, die dann von den Gletschern begraben worden sei. Diese Arten würden nun nach und nach auch ohne menschliches Zutun wieder einwandern.

Hans Scheele vom FORUM bedankte sich nach dem Vortrag beim Referenten. Die Liste der empfohlenen Pflanzen und Gewächse kann hier auf der FORUM-Website kostenlos heruntergeladen werden.

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