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Schulz berichtete aus "Begegnungen auf Augenhöhe"

10/2017 - Eckard Schulz war dreißig Jahre lang Redaktionsleiter der Walsroder Zeitung. In dieser Zeit hat er viele Menschen kennengelernt, interviewt und von ihren Themen und Problemen berichtet. Darunter waren Prominente wie die späteren oder früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Gerhard Schröder und auch Scorpions-Gitarrist Rudolf Schenker oder Sänger Drafi Deutscher. Besonders am Herzen lagen Eckard Schulz aber die "lokalen Helden", die ihren Teil dazu beitrugen, dass die Region liebens- und lebenswert ist, und von denen er beim FORUM aus seinen zwei Büchern berichtete.

"Begegnungen auf Augenhöhe" und "Wer gut zuhört, kann viel erzählen" heißen seine beiden Bücher, die auch gleichzeitig ein Querschnitt durch dreißig Jahre örtliche Geschichte sind. Da ist z.B. die Episode über Günter Scheele, den damaligen Eigentümer des Capitol-Theaters in Walsrode, der mit viel Hingabe das Kino von seinem Vater übernommen hatte und die Tradition und seine Leidenschaft an seinen Sohn weitergab. Auch der Benefelder Bundestagsabgeordnete Friedrich Neuhausen wird bei Schulz beschrieben oder auch das krebskranke Mädchen Verena, für das die Walsroder Zeitung zu Knochenmarkspenden aufrief und die den erfahrenen Redakteur beeindruckte, wie sie tapfer ihre Krankheit ertrug.

Dass die Walsroder Zeitung für Eckard Schulz mehr ist als ein ehemaliger Arbeitgeber, merkt man in allen Zwischentönen. Eine wichtige Funktionen habe sie als Lokalzeitung, hielte den ländlichen Raum zusammen und sei das effektivste Kommunikationsmittel, um über lokale Themen und die vielen regionalen Angebote zu informieren. "Es gab Jobangebote von überregionalen Zeitungen, aber ich habe die Kolleginnen und Kollegen der großen Zeitungen nie beneidet." Eckard Schulz ist gern ein Heidjer und überzeugt, das Lokalzeitungen viel bewegen können, vielleicht sogar mehr als ihre Geschwister - nur halt auf einer anderen Ebene. Dass er selbst nicht mehr im aktiven Dienst daran mitwirkt, ändert nichts daran, dass ihm das Plädoyer für den Lokaljournalismus und die ländliche Region nach wie vor wichtig ist.

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