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Aus der Cordinger Mühle direkt nach Bangkok

06/2017 - Andreas Tietjen hat seine Kindheit und Jugend in Benefeld verbracht. Schon damals regte der Benefelder "Abenteuerspielplatz" der gesperrten EIBIA seine Phantasie an. Schließlich wurde aus ihm auf kreativen Wegen ein Schriftsteller, der mittlerweile eine ganze Reihe von Romanen aus unterschiedlichen Genres geschrieben hat. Seinen letzten Krimiroman "Bangkok Oneway" stellte er in der Cordinger Mühle vor und nahm die Gäste mit auf eine Reise mit Irrungen und Wirrungen durch das südostasiatische Land.

Auf ihrer gemeinsamen Thailand-Rundreise verschwindet der Ehemann von Dagmar Schöller. Zeitgleich wird eine unbekannte Leiche entdeckt. Zusammen mit der pragmatischen Reiseleiterin Ute sucht sie ihn. Träge ermittelnde Beamte, die Sorge über eine ungewisse Zukunft und die entstehende Freundschaft zu Ute sind einige der Besonderheiten einer Reise, die anders verläuft als geplant.

Andreas Tietjen erläuterte bei seiner Lesung, wie er als Autor seine Geschichten konstruiert. Er sei ein sogenannter "Plotter": Die komplette Handlung skizziere er auf einer DIN-A4-Seite, von Anfang bis Ende sei bereits alles vorgesehen. Zusätzlich würde er für alle handelnden Figuren Persönlichkeitsprofile anlegen, von denen die meisten Details in der Handlung eigentlich nicht direkt genutzt werden. Er brauche aber vollständige Biographien, um sich die Personen in ihrer Interaktion untereinander und mit ihrem Verhalten in bestimmten Situationen vorzustellen. "Alle Figuren haben einen Charakter und ein Leben, von dem die Romanhandlung nur einen Ausschnitt zeigt."

Zurzeit wird ein Kurzgeschichtenband von Andreas Tietjen aufgelegt. Neben den Romanen "Bangkok Oneway", "Tod am Mekong", "Roberts Restaurant", "Dorf Guerilla" und auch "Der Käse-Sturm" wird es das sechste Buch des Schriftstellers aus Bierde sein. Und der Vorrat scheint ihm nicht auszugehen. "Ich habe jetzt bereits Notizen und Ideen, das reicht noch für viele Jahre. Und die Geschichten müssen 'raus!" Für Andreas Tietjen ist das Schreiben halt nicht nur sein Beruf geworden, sondern auch nach wie vor seine Leidenschaft geblieben.

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