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Kultur und Gastfreundschaft im Iran erlebt

05/2018 - Den Iran stellt man sich sicherlich eher so vor, wie man ihn aus den Nachrichten kennt. Das Land hat sich allerdings in den letzten Jahren fortschrittlicher entwickelt als erwartet. Dazu kommen eine alte Geschichte und Kultur. Sabine Sattler-Kosinowski bereiste mit den Landfrauen den Iran und machte sich ihr eigenes Bild. Beim FORUM stellte sie die Sehenswürdigkeiten und die Atmosphäre auf der Tour bei einem Weltreisevortrag vor, der ungewollt tagespolitisch war: Gerade hatte US-Präsident Trump das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt und damit weitere positive Entwicklungen erschwert.

Teheran, Isfahan oder auch ein Besuch der altpersischen Stadt Persepolis waren auf dem Programm der Rundreise der Gruppe. Die Bevölkerung begegnete den Touristen offen und gastfreundlich, und oft wenn man ins Gespräch miteinander kam, wurde die Orientierung nach Westen deutlich. Im Alltagsbild war der Islam zwar präsent, die formalen Bekleidungsvorgaben wie das Kopftuch für Frauen wurden aber gerade von den jüngeren Einheimischen oft wenig eng angewandt. Gerade die jungen Menschen im Iran gaben den Städten eine lebendige Atmosphäre.

Die alten Kulturstätten bezeugten eine lange Zeit einer prägenden Hochkultur. Ob in Literatur, Medizin oder Kunst war das persische Reich maßgeblich und geradezu legendär. Die Landfrauen erlebten einen Gang durch die antike Geschichte, aus der auch die Märchen aus Tausendundeiner Nacht stammten.

Die Touristengruppe konnte sich frei bewegen und auch Gelegenheiten nutzen, z.B. einen Tee im Cafe zu trinken. In Moscheen mussten sie sich an die strengen Vorgaben zur Verhüllung halten, was sich aber in einem Stammland des Islam selbstverständlich anfühlte. Die freundschaftlichen Begegnungen gehörten dann auch zu den positiven Aspekten des Fazits, das die Gruppe zog.

Der Iran war bisher auf dem Weg, sich dem Westen zu öffnen, auch wenn noch vieles zu den Tatsachen des Landes gehört, was den Besucherinnen im Alltag nicht auffallen konnte. So hat der Iran weiterhin eine Spitzenposition bei der Anzahl der jährlichen Hinrichtungen, und eine Staatspolizei überwacht unauffällig die Bevölkerung. Wie sich das Land zukünftig weiterentwickeln wird, ist nach dem diplomatischen Bruch mit den USA unsicherer geworden.

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