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Das Land des Katzenkaffees und der Kegelhüte

05/2017 - Vietnam hat eine Jahrtausende alte Geschichte. Nach französischer Kolonialherrschaft, Spaltung als Spätfolge des Zweiten Weltkriegs und Wiedervereinigung nach dem Vietnam-Krieg entwickelt sich das Land heute auch touristisch. Referent Marcel Borchert aus Bomlitz berichtete bei der Vortragsreihe FORUM-Weltreise von dem Küstenstaat in Südostasien mit Bildern und Kurzfilmen. Seine erlebnisreiche Reise, die mehrere Wochen dauerte, hatte deutlichen Abenteuer-Charakter und zeigte, dass Vietnam touristisch noch einiges an Weg vor sich hat.

Der Name des Landes ruft sofort Bilder auf, die an den Vietnamkrieg erinnern. Und das Land leidet noch heute unter den Folgen, hat aber erste Schritte unternommen, seine eigene Kultur wieder selbstbewusst nach außen zu tragen. So stößt Saigon als Bezeichnung der Hauptstadt Ho-Chi-Minh-Stadt auf ärgerlichen Widerspruch und die buddhistische Tradition mit Tempeln, Ritualen und "von Drachen erschaffenen Landschaften" ist wieder deutlicher im Alltag wahrzunehmen. Dennoch bleibt der Vietnamkrieg der Grund, der die Entwicklung des Landes für Jahrzehnte beschädigt hat.

Marcel Borchert gab sympathisch und ungezwungen einen Einblick in seine Tour außerhalb von organisierten Touristenrouten. Anschaulich hatte er den legendären "Katzenkaffee" zum Probieren mitgebracht, der in Vietnam als tägliches Getränk dazugehört. Der Referent konnte auch auf andere Besonderheiten hinweisen, die Europäern im Bereich Essen und Trinken sehr unvertraut vorkommen, schlug sich selbst aber mit bemerkenswerter Experimentierfreude durch. Übrig blieb dabei auch: Um Vietnam ohne überfordernde Überraschungen kennenzulernen, sollte man in Erwägung ziehen, vorerst den organisierte Tourismus zu nutzen. Eine Reise ist das Land auf jeden Fall wert.

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