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Bacardi Feeling und Hemingways Havanna

06/2015 - Wenn man an die Karibik denkt, hat man weiße Strände vor Augen, blauen Himmel und türkisfarbenes Wasser. Dass es in der Karibik mehr gibt als Traumurlaube, sondern auch eine bewegte politische Geschichte, präsentierte bei seinem Vortrag im Rahmen der FORUM-Weltreise der Referent Michael Kleiber. Am Beispiel von Key West, Kuba und Puerto Rico stellte er Land und Leute vor und gab auch kleine Tipps für den eventuell eigenen Besuch in dieser besonderen Region.

Kolumbus landete auf Kuba, als er dachte, er habe das Festland Indiens über den Westweg gefunden. Er erkannte aber bis zum Schluss nicht, dass es sich um eine Insel handelte. Piraten nutzten die Inseln und ihre Buchten als Rückzugsorte, und Key West erklärte den USA 1982 für eine Minute den Krieg. So schön die Karibik ist, so sehr hat sie eine wechselhafte Geschichte erlebt.

Besonders Kuba hatte für den Referenten eine besondere Faszination. Das Land befindet sich wirtschaftlich in einer schwierigen Lage und macht den Eindruck, als würde man in die Vergangenheit reisen. Autos aus den 50er und 60er Jahren werden hier gefahren, gehegt und gepflegt. Die kubanische Revolution wird vom Staat umfangreich und pompös in Erinnerung gehalten, auch wenn schnell klar wird, dass das Land an jeder Ecke Hilfe benötigt. Der Wechsel von Fidel zu seinem Bruder Raul Castro brachte nur wenig Lockerung, erst das Gesprächsangebot von US-Präsident Obama könnte eine weitere Entwicklung ermöglichen.

Michael Kleiber konnte in dem touristisch erschlossenen Teil von Havanna z.B. den Spuren von Ernest Hemingway folgen, der in den Bars der Hauptstadt regelmäßiger Gast war. In den Seitenstraßen sah man jedoch, dass schon lange das Geld fehlte, um nötige Instandhaltungen vorzunehmen. Insgesamt ergab sich also ein durchwachsenes Bild des Landes.

Puerto Rico besuchte Kleiber wegen seines Bergregenwalds und der ungewöhnlichen Natur. Durch ein Gebirge wird die Insel in unterschiedliche Klimazonen geteilt, in denen es Tropen mit Regenwald, aber auch trockene Gebiete mit wenig Niederschlag und entsprechender Vegetation gibt. Mangrovenwälder, Leguane in freier Natur und Höhlen machen hier einen besonderen Reiz aus. Das Land selbst gehört zu den USA, ohne einer der Staaten zu sein. Auch hier zeigt sich, wie sich in der Karibik ungewöhnlichen Staatsformen etabliert haben.

Man sollte vorbereitet sein, wenn man Kuba oder Puerto Rico besuchen würde. Mietwagen- und Hotelbuchungen, Kartenmaterial und Orientierung sind Dinge, die ein guter Reiseveranstalter im Angebot hat. Diese Vorbereitungen sollte man nutzen, um keinen "Fluch der Karibik" zu erleiden.

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