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Arno Schmidt fand in Bargfeld sein Reservat

10/2018 - Einmal im Jahr besucht das FORUM die Arno-Schmidt-Stiftung in Bargfeld bei Celle, wo das Wohnhaus des Schriftstellers und seiner Frau besichtigt werden kann. Das Wohnhaus ist noch eingerichtet wie in den 1960er Jahren, das Ehepaar hatte es ganz auf Arno Schmidts Arbeit ausgerichtet. Die FORUM-Gruppe wurde geführt von Bernd Rauschenbach, der als Vorstand schon Jahrzehnte für die Stiftung arbeitet und Schmidt persönlich kannte. Auf dem Grundstück besuchten die Gäste auch die Gräber des Schriftstellers, der 1979 im Alter von 65 Jahren verstarb, und seiner Frau Alice.

Wenn Arno Schmidt schrieb, übernahm seine Frau Alice das erste Lektorat. Wenn Schmidt also eine Stunde arbeitete, hatte Alice Schmidt sicherlich mindestens den doppelten oder dreifachen Aufwand, den Text in eine verlagsgenehme Form zu bringen. Darunter litt die Hausarbeit bei Schmidts, wofür das Ehepaar bald eine Haushälterin beschäftigte, die zwei- oder dreimal wöchentlich nach dem Rechten schaute. Erika Knop gehört noch heute zum Stiftungsteam und führt Besuchergruppen. Als Zeitzeugin, die Schmidts ungezwungen ganz persönlich und privat kennenlernte, hat sie bei Schmidt-Interessierten eine besondere Berühmtheit.

Eine andere "Berühmtheit" nahm die FORUM-Gruppe mit nach Bomlitz: Als Arno und Alice Schmidt 1950 Cordingen nach Gau-Bickelheim verließen, nahmen sie aus Verbundenheit mit der Landschaft den Setzling einer Weymouth-Kiefer in einem Blumentopf mit. Er begleitete sie schließlich bis nach Bargfeld, wo er mittlerweile im Garten ein haushoher Baum geworden ist, der inzwischen sein Alter erreicht hat. Die Bomlitzer gruben einen kleinen Setzling aus dem Umfeld der Kiefer aus und wollen den Kreis wieder schließen: Im Blumentopf soll die Pflanze hochgezogen werden und schließlich wieder einen Platz am Mühlenhof finden. Sollte der alte Baum in Bargfeld also irgendwann aus Sicherheitsgründen weichen müssen, wäre ein Nachfahre der legendären Weymouth-Kiefer von Arno Schmidt noch in Benefeld.

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