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Cordinger Mühle und Tradition

Jugendliche bestimmten Längen- und Breitengrad

06/2020 - Wer in der letzten Zeit an der Cordinger Mühle vorbeikam, sah Ungewohntes: Jugendliche waren dabei, mit Messlatten und Winkelmessgeräten das Gelände zu vermessen. Es handelte sich um die 10. Klasse der Freien Waldorfschule, die Corona-bedingt in zwei zeitlich getrennten Gruppen an der Mühle aktiv ist. Auf dem Lehrplan steht das sogenannte “Feldmessen“, bei dem die Schülerinnen und Schüler mathematische Kenntnisse aus der Trigonometrie praktisch im Gelände anwenden müssen. Schließlich erstellen sie durch genaues Beobachten, Messen und Zeichnen eine präzise Karte.

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Jede Mühle hatte immer auch eine "Mühlenkatze"

05/2020 - Immer wenn mit Getreide gearbeitet wird, sind Mäuse nicht weit. Und immer wenn man mit Mäusen zu tun hat, holt man sich gern die Unterstützung von Katzen. Auch Heinrich Westermann, der letzte Müller auf der Cordinger Mühle in Benefeld, hatte (mindestens) eine "Mühlenkatze". Auf einem der früheren Fotos hatte sie sich sogar mit auf das Bild geschmuggelt. Ihr Name ist leider unbekannt, aber sie hat sicherlich gute Arbeit geleistet. Das FORUM hat für Interessierte ein Suchspiel vorbereitet und eine "Mühlenkatze" versteckt. Wer in den nächsten Tagen bei einem Spaziergang mit Kindern oder Enkeln an die Cordinger Mühle kommt, kann sich auf die Suche machen.

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Katja Riemann und die Cordinger Mühle

05/2020 - Die Schauspielerin Katja Riemann hatte 1987 ihr Fernsehdebüt mit der Verfilmung des autobiographischen Romans "Sommer in Lesmona". Sie spielte die Marga Lürmann, die der Autorin Marga Berck, geborene Magdalene Melchers, nachempfunden ist. Für ihre Leistung bekam Katja Riemann den Grimme-Preis. Magdalene Melchers, geboren 1875, war die Tochter einer wohlhabenden Bremer Kaufmannsfamilie. Und der Cousin ihres Vaters, Georg Friedrich Melchers, kaufte 1901 den Cordinger Mühlenhof. Mit dieser Übernahme endete an der Mühle eine Tradition, die mehr als fünfhundert Jahre anhielt.

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Das Walsroder Wappen zeigt jetzt ein Mühlrad

05/2020 - Das Wappen führten im Mittelalter die Ritter auf ihren Schilden, damit die Gegner wussten, mit wem sie es zu tun hatten. Es war eine Art Visitenkarte und Firmenlogo, das Herkunft, Selbstverständnis und Besonderheit der eigenen Truppe darstellen sollte. Am 05. Mai 2020 hat der neue Rat der Stadt Walsrode sich nach der Fusion mit Bomlitz jetzt ein neues Wappen gegeben (Bild links). Während man in Bomlitz bislang scheinbar besonders stolz auf die bronzezeitlichen Hügelgräber war (Bild rechts), verstand man sich in Walsrode als Nachfahren des Klosters, das immerhin bereits im Jahr 986 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Im neuen Wappen werden beide Wappen nun integriert.

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Vielleicht war die Hexe gar nicht böse

04/2020 - Es ist noch nicht klar, ob das FORUM-Märchenfest an der Cordinger Mühle in diesem Jahr stattfinden kann. Dabei wären auf jeden Fall wieder Christine und Werner Winkel von der Puppenbühne "Goldener Schlüssel", die eines der Grimmschen Märchen aufführen würden. Märchen sind den beiden seit Jahrzehnten wichtig: "Die Originaltexte faszinieren immer noch. Wir merken, dass die Märchen aktuelle Bezüge und auch heute noch Gültigkeit haben", sagt der Pädagoge Winkel. Und zum Schluss gewinne immer das Gute. Was allerdings das Gute ist, kann man gelegentlich nicht so einfach erkennen, wie eine Geschichte von Paul Maar ("Am Samstag kommt das Sams zurück") zeigt.

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Grundschulklasse kam zum "Klappern der Mühle"

03/2020 - Besuch von einer dritten Klasse: Mit Frau Brühl von der Waldorfschule Benefeld machten sich die Kinder auf den Weg und schauten sich die Cordinger Mühle an. Torsten Kleiber vom FORUM führte die Grundschüler durch das mehr als zweihundert Jahre alte Gebäude und erzählte, wie die Müllerfamilien in alten Zeiten hier arbeiteten und ihr Leben verbrachten. Im gesamten dritten Schuljahr beschäftigen sich die Kinder mit altem Handwerk und verfolgten neugierig die Beschreibungen des damaligen Alltags. Dass nur einmal im Monat das Backhaus angefeuert wurde und für vier Wochen das Brot für eine Familie gebacken wurde und ausreichen musste, erstaunte die Kinder.

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"... oder nach America auswandern will"

02/2020 - Man gibt lieber aus "warmen Händen", statt nach dem Tod zu vererben. Und so setzte der Eigentümer der Cordinger Mühle, der 59-jährige Müller Johann Georg Heino, mit seinem ältesten Sohn Heinrich Wilhelm Heino im Jahr 1860 einen "Uebergabe-Contract" auf. In diesem Vertrag vermachte er seinem Sohn die Mühle, nicht aber ohne für sein eigenes Altenteil vorzusorgen und Pflichtteile für die Geschwister seines Sohnes festzulegen. Torsten Kleiber vom FORUM erklärte bei der letzten Führung durch die Mühle die Inhalte des Schriftstücks, das einige überraschende Passagen beinhaltet.

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Elektrisches Licht wäre eine Lebensgefahr gewesen

11/2019 - Als vor 120 Jahren die Cordinger Mühle noch die Region mit dem wichtigsten Lebensmittel Mehl versorgte, musste man mit Elektrizität, Kerzen und Öllampen sehr vorsichtig umgehen: Sie hätten in der Mühle bei Betrieb und mit Mehlstaub in der Luft zu Explosionen führen können. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es an der Mühle war bei spärlicher Beleuchtung, lud das FORUM zu "Und abends mit Beleuchtung" ein (Foto: Backhaus an der Mühle). Bei Glühwein und Führungen konnte man eines der schönsten Baudenkmäler im Heidekreis bei (elektrischem) Kerzenschein erleben, den man damals noch mit großer Vorsicht hätte überwachen müssen.

 

Kurz vor Weihnachten noch einmal zusammenkommen

12/2019 - Es ist ausdrücklich kein Weihnachtsmarkt, hat sich aber trotzdem mittlerweile zur Tradition entwickelt: sich kurz vor Weihnachten noch einmal treffen, einen Glühwein oder Punsch zusammen trinken und miteinander plaudern. Gemeinsam mit der Bomlitzer und Benefelder Kirchengemeinde hatte das FORUM wieder zum Adventsnachmittag eingeladen. Die Stimmung war fröhlich, es gab viel Musik, gemeinsames Singen und für Paare (oder die es werden wollen) die Möglichkeit, sich unter einem mobilen Mistelstrauch als Glücksbringer zu küssen. Kuchenbuffet, Crepes, Pommes Frites, Champignons und Bratwürste sorgten dafür, dass man nicht hungrig nach Hause ging.

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Einmal im Monat war Backtag für alle

09/2019 - Die Cordinger Mühle stellte in den letzten Jahrhunderten das Mehl her für "unser tägliches Brot", das wichtigste Lebensmittel seit der Steinzeit. Natürlich gab es aber früher im ländlichen Raum noch keine Bäckereien mit täglich frischer Ware. Brot wurde stattdessen auf den Höfen gebacken. Einmal im Monat wurde reihum der Ofen angeheizt, und die anderen Höfe brachten ihre vorbereiteten Teiglinge zum Backhaus. Dort wurden sie in der Backwanne gelagert, um noch weiter aufzugehen und nach und nach durchgebacken zu werden. Im Backhaus an der Cordinger Mühle steht eine dieser Backwannen, die das FORUM beim "Tag der Mühlengeschichte(n)" gezeigt hat.

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Rumpelstilzchen kam in "entschärfter" Version

08/2019 - Zusammen mit dem Kindergarten der Waldorfschule und der Eustachius-Initiative, die sich um Kaffee, Kuchen und Getränke kümmerte, hat das FORUM wieder zum Märchenfest an die Cordinger Mühle eingeladen. Die Puppenbühne Goldener Schlüssel mit Werner und Christine Winkel zeigte in diesem Jahr "Rumpelstilzchen", und zwar in der Urfassung. Entscheidender Vorteil: Am Schluss der Urfassung reißt sich das Rumpelstilzchen nicht in zwei Hälften, sondern fliegt - in etwas kindgerechterer Darstellung - auf einem Kochlöffel davon. Beide Vorstellungen in der Mühle waren wieder bis auf den letzten Platz besetzt.

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