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Cordinger Mühle und Tradition

Grundschulklasse kam zum "Klappern der Mühle"

03/2020 - Besuch von einer dritten Klasse: Mit Frau Brühl von der Waldorfschule Benefeld machten sich die Kinder auf den Weg und schauten sich die Cordinger Mühle an. Torsten Kleiber vom FORUM führte die Grundschüler durch das mehr als zweihundert Jahre alte Gebäude und erzählte, wie die Müllerfamilien in alten Zeiten hier arbeiteten und ihr Leben verbrachten. Im gesamten dritten Schuljahr beschäftigen sich die Kinder mit altem Handwerk und verfolgten neugierig die Beschreibungen des damaligen Alltags. Dass nur einmal im Monat das Backhaus angefeuert wurde und für vier Wochen das Brot für eine Familie gebacken wurde und ausreichen musste, erstaunte die Kinder.

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"... oder nach America auswandern will"

02/2020 - Man gibt lieber aus "warmen Händen", statt nach dem Tod zu vererben. Und so setzte der Eigentümer der Cordinger Mühle, der 59-jährige Müller Johann Georg Heino, mit seinem ältesten Sohn Heinrich Wilhelm Heino im Jahr 1860 einen "Uebergabe-Contract" auf. In diesem Vertrag vermachte er seinem Sohn die Mühle, nicht aber ohne für sein eigenes Altenteil vorzusorgen und Pflichtteile für die Geschwister seines Sohnes festzulegen. Torsten Kleiber vom FORUM erklärte bei der letzten Führung durch die Mühle die Inhalte des Schriftstücks, das einige überraschende Passagen beinhaltet.

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Elektrisches Licht wäre eine Lebensgefahr gewesen

11/2019 - Als vor 120 Jahren die Cordinger Mühle noch die Region mit dem wichtigsten Lebensmittel Mehl versorgte, musste man mit Elektrizität, Kerzen und Öllampen sehr vorsichtig umgehen: Sie hätten in der Mühle bei Betrieb und mit Mehlstaub in der Luft zu Explosionen führen können. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es an der Mühle war bei spärlicher Beleuchtung, lud das FORUM zu "Und abends mit Beleuchtung" ein (Foto: Backhaus an der Mühle). Bei Glühwein und Führungen konnte man eines der schönsten Baudenkmäler im Heidekreis bei (elektrischem) Kerzenschein erleben, den man damals noch mit großer Vorsicht hätte überwachen müssen.

 

Kurz vor Weihnachten noch einmal zusammenkommen

12/2019 - Es ist ausdrücklich kein Weihnachtsmarkt, hat sich aber trotzdem mittlerweile zur Tradition entwickelt: sich kurz vor Weihnachten noch einmal treffen, einen Glühwein oder Punsch zusammen trinken und miteinander plaudern. Gemeinsam mit der Bomlitzer und Benefelder Kirchengemeinde hatte das FORUM wieder zum Adventsnachmittag eingeladen. Die Stimmung war fröhlich, es gab viel Musik, gemeinsames Singen und für Paare (oder die es werden wollen) die Möglichkeit, sich unter einem mobilen Mistelstrauch als Glücksbringer zu küssen. Kuchenbuffet, Crepes, Pommes Frites, Champignons und Bratwürste sorgten dafür, dass man nicht hungrig nach Hause ging.

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Einmal im Monat war Backtag für alle

09/2019 - Die Cordinger Mühle stellte in den letzten Jahrhunderten das Mehl her für "unser tägliches Brot", das wichtigste Lebensmittel seit der Steinzeit. Natürlich gab es aber früher im ländlichen Raum noch keine Bäckereien mit täglich frischer Ware. Brot wurde stattdessen auf den Höfen gebacken. Einmal im Monat wurde reihum der Ofen angeheizt, und die anderen Höfe brachten ihre vorbereiteten Teiglinge zum Backhaus. Dort wurden sie in der Backwanne gelagert, um noch weiter aufzugehen und nach und nach durchgebacken zu werden. Im Backhaus an der Cordinger Mühle steht eine dieser Backwannen, die das FORUM beim "Tag der Mühlengeschichte(n)" gezeigt hat.

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Rumpelstilzchen kam in "entschärfter" Version

08/2019 - Zusammen mit dem Kindergarten der Waldorfschule und der Eustachius-Initiative, die sich um Kaffee, Kuchen und Getränke kümmerte, hat das FORUM wieder zum Märchenfest an die Cordinger Mühle eingeladen. Die Puppenbühne Goldener Schlüssel mit Werner und Christine Winkel zeigte in diesem Jahr "Rumpelstilzchen", und zwar in der Urfassung. Entscheidender Vorteil: Am Schluss der Urfassung reißt sich das Rumpelstilzchen nicht in zwei Hälften, sondern fliegt - in etwas kindgerechterer Darstellung - auf einem Kochlöffel davon. Beide Vorstellungen in der Mühle waren wieder bis auf den letzten Platz besetzt.

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Der "Mühlhahn" erinnerte an das Nachfüllen

06/2019 - Es rumpelte in der ganzen Mühle, wenn früher Transportwege, Mahlgänge und Reinigungsautomaten liefen. Der Müller und sein Geselle hatten die Technik zu zweit unter Kontrolle - vom Wiegen des angelieferten Mahlguts bis zum Absacken des Mehls. Dabei hatte sich Mühlentechnik über Jahrhunderte durch "Tipps und Tricks" entwickelt. Diese Hinweise wurden über das "Google von damals" übermittelt: Die Müllergesellen gingen auf die Walz, arbeiteten ein paar Jahre in einem Betrieb und nahmen das Erfahrungswissen später mit zur nächsten Mühle. Ein Beispiel dafür wurde beim diesjährigen Mühlentag mit dem sogenannten Mühlhahn auch in der Cordinger Mühle demonstriert.

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Benefelder Grundschulklasse für Mühlenbilder geehrt

06/2019 - Das FORUM hatte um selbstgemachte Darstellungen der Cordinger Mühle gebeten. Alle Techniken und Formate - ob Fotografie, Gemälde, Zeichnung oder Modell - waren willkommen. Dazu hatte sich die Klasse 3a der Grundschule Benefeld mit ihrer Klassenlehrerin Frau Eckhardt im Vorfeld bei einer Mühlenführung informiert und sich anschließend ans Werk gemacht: Die 16 Schülerinnen und Schüler lieferten jeweils ein Bild ab und bastelten gemeinsam auf Basis der FORUM-Bastelvorlage die Cordinger Mühle nach. Für ihre Mühe ehrte das FORUM die Klasse beim Mühlentag mit einem Eisgutschein, der sicherlich noch vor den Sommerferien eingelöst worden ist.

 

Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr ...

04/2019 - In den Dörfern unserer Region wird noch in vielen Familien Plattdeutsch gesprochen. Klar ist aber, dass diese Sprache als besonderes Kulturgut auch im ländlichen Raum mehr und mehr verloren geht. Plattdeutsch sei aber eben nicht nur "Danz op de Deel", sondern gehöre zur Identität und Geschichte unserer Orte, meint Peter Hartwig vom FORUM. Der Kulturverein präsentierte bei seinem Plattdeutschen Nachmittag an der Cordinger Mühle daher Beispiele, wie die Sprache auch ihren Weg in die moderne Zeit gefunden habe. Mit dabei waren die Heidmärker Danzlüüd für das Traditionelle und das Duo Plattgold für Songs von den Beatles, Sting oder Simon & Garfunkel auf Plattdeutsch. 

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Das Leben bestand damals aus Arbeit

03/2019 - Das Leben der Familie Heino, die im 19. Jahrhundert auf dem Mühlenhof lebte und arbeitete, ist mit den vorhandenen Quellen noch am besten dokumentiert. Schnell wird klar, woraus das Leben an der Mühle und auf dem Vollhof im heutigen Benefeld bestand: aus lebenslanger Arbeit, an sechs Tagen in der Woche von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und ohne Urlaubstage im Jahr. In dieser Zeit wurde für das "tägliche Brot" gearbeitet, um zu überleben, und man begann als Kind, das bereits auf die Hühner oder später auf die Ziegen oder sogar Kühe aufpassen konnte. Schließlich arbeitete man auch im Ruhestand solange, wie man es körperlich möglich machen konnte.

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Inschrift von 1810 - kriminalistisches Talent ist nötig

01/2019 - Die frühere Haupttür der Cordinger Mühle war die niedrige an der Seite der Wehrbrücke. Über der Tür ist eine Inschrift aus dem Jahr 1810, die damals beim Neuaufbau der Cordinger Mühle im Türsturz hinterlassen wurde. Sie ist heute leider schon fast verwittert. Nur im rechten Teil kann man heute noch etwas entziffern. Und auf einem Foto von ca. 1930 sieht man zwar noch alles - es ist aber nur so groß wie eine Visitenkarte. Wer kann uns helfen und erkennt mehr oder hat eine kriminalistische Idee, den Text zu dechiffrieren, bitte? Ruhm und Ehre sind ihm oder ihr sicher!

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