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Heute wäre Michael Hordyjczuk 93 Jahre alt

12/2017 - Am 26. Dezember hätte der Ukrainer Michael Hordyjczuk seinen 93. Geburtstag gehabt. Im Alter von 17 Jahren wurde er im Juni 1942 aus dem Kreis Kovel wie viele andere auch als Zwangsarbeiter nach Bomlitz/ Benefeld gebracht, um bei der EIBIA zu arbeiten. Sein (Zwangs-)Arbeitgeber war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zum größten Pulverproduzenten des Dritten Reichs aufgestiegen. Nahezu ein Drittel des verbrauchten Pulvers kam aus den Werken in Bomlitz, Dörverden und Liebenau.

Seine erste Unterkunft erhielt Michael Hordyjczuk im Benefelder Lager „bei Tödter“. Im Februar 1943 erfolgte seine Umquartierung in das Barackenlager Kiebitzort. Wahrscheinlich steckte er sich in diesem Lager mit Tuberkulose an, einer Krankheit, die in jener Zeit insbesondere in den Massenunterkünften für „Ostarbeiter“ grassierte.

Die Befreiung der KZ-Häftlinge, Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter in der Heideregion durch britische Truppen kam für Michael Hordyjczuk zu spät. Am 27. April 1945, zwölf Tage nach dem Einmarsch der britischen Truppen in Walsrode, verstarb der junge Mann im Alter von 20 Jahren an seiner schweren Erkrankung und wurde auf dem Walsroder Friedhof bestattet.

 

Die Informationen über Michael Hordyjczuk als einem Beispiel für viele andere Schicksale von Zwangsarbeitern sind der Gedenktafel auf dem Friedhof Walsrode entnommen, die der Verein Geschichtshaus Bomlitz 2005 mit einer 10. Klasse des Gymnasiums Walsrode erstellt hat.

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