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Neue Exponate bereichern die Industrieausstellung

10/2017 - Nach dem Ersten Weltkrieg suchte die Firma Wolff & Co. nach neuen Produktionsfeldern als Ersatz für die weitgehend verbotene Pulverherstellung. Im Herbst 1919 kam die Fertigung von Kunststoffplatten für die Elektroindustrie ins Gespräch. Daraus entwickelte sich ab Anfang 1920 dann die Produktion von sogenanntem Pressmaterial, das die Namen „Kiwitan“ und „Waloplast“ erhielt und dem bekannten Bakelit ähnlich war. Im Laufe der Zeit wurde die Produktpalette immer mehr erweitert. Bald nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Produktion „auf behördliche Anordnung als zu wenig kriegswichtig aufgegeben“.

Es entstanden verschiedenste Gebrauchs- und Werbegegenstände wie z.B. Aschenbecher, Briefbeschwerer, Eierbecher, Konfektdosen oder Untersetzer. Erst kürzlich wurde ein neues Exponat bei Historiker Thorsten Neubert-Preine vom FORUM abgegeben und in die Ausstellung zur Bomlitzer Industriegeschichte eingefügt. Es handelt sich dabei um eine bisher nicht bekannte Variante eines aus Presskunststoff hergestellten Aschenbechers mit Halterung für Streichhölzer. Die Sammlung dieser frühen Bomlitzer Kunststofferzeugnisse hat mittlerweile einen eindrucksvollen Umfang angenommen und wird deshalb in den aktuellen Ausstellungsführung besonders gewürdigt.

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