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Jedes Steinchen hilft für das Mosaik EIBIA

10/2019 - Wenn Historiker Thorsten Neubert-Preine wie im Oktober für das FORUM durch den "Denkort" EIBIA führt, erläutert er den historischen Zusammenhang und die Hintergründe der damals größten Pulverfabrik im Dritten Reich. In vielen Jahren Forschung und Archivarbeit hat er mit Unterstützung von anderen Interessierten zahlreiche Steinchen zu einem Mosaik zusammengesetzt. Das Gesamtbild ist aber noch lange nicht komplett. Und nicht selten findet man einen Hinweis, der auf den ersten Blick unscheinbar ist und erst im Zusammenhang Bedeutung bekommt. Gelegentlich öffnen solche Hinweise ganze Themenfelder, die bislang noch unbeleuchtet waren.

"Wir sind an jedem Material aus der EIBIA-Zeit interessiert", sagt Neubert-Preine. "Dokumente in alten Ordnern, Gegenstände, die man auf dem Dachboden oder in Nachlässen findet, und auch Anekdoten von älteren Herrschaften helfen uns, das Mosaik zu vervollständigen." Dokumente können mittlerweile komfortabel gescannt werden, und auch dokumentierte Fotos von Gegenständen reichen für die historische Betrachtung weitgehend aus. "Wichtig ist uns nur: Bitte nichts wegwerfen und im Zweifel lieber eine kurze Nachricht an uns, um den Sachverhalt zu prüfen. Es könnten sonst Informationen für immer verloren gehen."

Der Arbeitsvertrag in der Abbildung fand sich in einem Ordner mit anderen alten Unterlagen. Anhand solcher Unterlagen lassen sich betriebliche Abläufe rekonstruieren, die unter den Bedingungen des Dritten Reichs oft anders aussahen, als man sie heute kennen würde.

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