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EIBIA und Ortsgeschichte

Begegnung mit einem der ersten Benefelder

08/2016 - Als 2012 in der EIBIA bei Bauvorbereitungen ein Grabhügel aus der Bronzezeit gefunden wurde, ging es zuerst einmal darum, das Grab zu vermessen und alle Spuren und Funde zu sichern. Eine der Spuren wurde mit fast schon kriminalistischen Mitteln aufgenommen: In dem Grabhügel wurde ein sogenannter Leichenschatten gefunden, der mit einem Tuch und einem speziellen Klebstoff konserviert wurde. Dieses Abbild eines der ersten Benefelder ist zu sehen im Bad Fallingbosteler Museum der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft, die in diesen Tagen vierzig Jahre als geworden ist.

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Don Camillo schoss mit Munition aus Bomlitz

07/2016 - Die Romane von Giovanni Guareschi waren schon früh beliebt. Weltweit bekannt wurden sie schließlich durch die Verfilmungen mit Fernandel als Don Camillo und Gino Cervi als Peppone: Der katholische Dorfpfarrer und der kommunistische Bürgermeister eines italienischen Dorfes, die immer wieder aneinander geraten, wenn es um das Wohl der lieben Schäfchen bzw. Genossen geht. "Don Camillo hatte dabei nicht nur Witz und Gerissenheit, sondern setzte offensichtlich auch auf Qualität", berichtete Historiker Thorsten Neubert-Preine vom FORUM. "Er verschoss mit seinem Jagdgewehr Munition aus Bomlitz." 

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Mit dem Fahrrad durch die Bomlitzer Geschichte

06/2016 - Wie in einem offenen Geschichtsbuch wird die Geschichte der Gemeinde Bomlitz deutlich an den historischen Gebäuden in Bomlitz und Benefeld. "Gebäude erzählen Geschichten, sie können nur nicht sprechen" - bei einer Fahrradtour gaben der Historiker Thorsten Neubert-Preine und Torsten Kleiber vom FORUM den Bauwerken eine Stimme und erzählten die Geschichte(n) hinter den besonderen Stationen. 2014 hatten FORUM und Geschichtshaus-Verein unterstützt vom Spendenprogramm der DOW zwei Rundwege ausgearbeitet und aufbereitet und Infotafeln an den Gebäuden angebracht.

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Wasser war wichtiger Standortfaktor für die EIBIA

06/2016 - Man verfügte am Standort Bomlitz über eine lange Tradition und Erfahrung bei der Pulverproduktion. So war die Firma Wolff die erste Adresse, bei der man bereits ein Jahr nach der Machtergreifung der Nazis anfragte für eine zusätzliche, noch größere Pulverfabrik. Weitere Gründe, die für den Standort Bomlitz sprachen, waren die Verfügbarkeit von Gelände und der Zugang zu Wasser, denn mit der Bomlitz, der Warnau und der Böhme gab es gleich drei Flüsse, die genutzt werden konnten. Benötigt wurde das Wasser nicht nur für den Produktionsprozess, sondern auch als Kühlmittel und Entsorgungsmöglichkeit.

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Das Ehepaar Warncke erzählt aus seiner Bomlitzer Zeit

05/2016 - Das erste Zeitzeugen-Interview für das FORUM-Projekt "Bomlitzer Erinnerungen" haben Antje und Helmut Warncke gegeben. Die beiden betrieben von 1968 an zehn Jahre lang die legendäre Gaststätte "Zum Bärtigen" in der Uetzinger Lönsheide. Hier fingen sie in einem umgebauten Wohnhaus an und versorgten als erstes Gasthaus in der Region bis nachts um 01.30 Uhr mit warmer Küche. "Antje klopft die Steaks und der Bärtige die Sprüche" stand neben dem Tresen. Beide hatten mit ihrer offenen und zugewandten Art ein Lokal mit eigenem Stil geschaffen, das quer durch die Bevölkerung beliebt war. 

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Ritterschlag als Geheimtipp: EIBIA unter den "111 Orten"

04/2016 - Die Buchreihe "111 Orte, die man gesehen haben sollte" beschreibt bereits für Dutzende von Regionen und Städten touristische Geheimtipps, die man nicht in jedem Reiseführer findet. Seit April ist auch die Ausgabe über die Lüneburger Heide erhältlich, in der es in Kapitel 15 um "Das Eibia-Gelände - Ruinen einer unwirklichen Zeit" geht. Unter anderem heißt es dort: "Der Kulturverein FORUM Bomlitz bietet sachkundige und geschichtlich interessante Führungen durch das Gebiet, bei denen die Dimensionen der einstigen Pulverfabrik deutlich werden."

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Projekt gestartet: Alltägliches wird spannend

03/2016 - "Für unsere Kinder sind die Rolling Stones zeitlich weiter entfernt, als für uns früher die Comedian Harmonists", erläuterte Torsten Kleiber vom FORUM mit einem Zwinkern den Gedanken des Projekts "Bomlitzer Erinnerungen". Die Akteure um den Historiker Thorsten Neubert-Preine wollen in Interviews mit Menschen mittlerer und älterer Generationen Kindheits-, Jugend- und Lebenserinnerungen erfahren, aufschreiben und sichern. "So schnell, wie sich in den letzten Jahren vieles entwickelt, sind diese Erinnerungen für viele Jüngere wie Zeitreisen in die Vergangenheit mit oft großen Überraschungen." 

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Eine Katastrophe kurz nach der Befreiung

04/2016 - Wer die Gedenksteine der Ehrengräber auf dem Bomlitzer Friedhof aufmerksam liest, dem fällt schnell auf, dass viele Personen, die dort beigesetzt wurden, am 20. Mai 1945 oder kurz danach verstarben. Der Zweite Weltkrieg war aber bereits am 16. April 1945 in Bomlitz und der Umgebung mit der Befreiung durch die Briten beendet worden. FORUM-Vorstandsmitglied Heinz Steudle hat sich mit dem Thema beschäftigt und in der Walsroder Zeitung darüber berichtet. Das Foto zeigt ein polnisches Hochzeitspaar im Jahr 1945 in Benefeld mit einem deutschen Mädchen, das ein Kleid aus Verbandsmaterial trägt. 

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Bei der Tarnung war man in der EIBIA ideenreich

03/2016 - "Natürlich war man bei der EIBIA auf Luftangriffe vorbereitet. Viele Gebäudeteile waren unterirdisch angelegt oder wie eines der Sozialgebäude, der sogenannte 'Fledermausbunker', halbunterirdisch in den Hang gebaut", erläuterte der Historiker Thorsten Neubert-Preine bei der FORUM-Frühjahrsführung durch die EIBIA. Diese Luftangriffe hätten glücklicherweise nicht stattgefunden, hätte der Zweite Weltkrieg allerdings länger gedauert, wäre auch die Bomlitzer Pulverfabrik Ziel geworden. "Im Londoner Militärarchiv kann man die Prioritätenlisten noch finden, auf denen auch die EIBIA verzeichnet war." 

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Führung durch 200 Jahre Bomlitzer Geschichte

02/2016 - Nur wenige Orte können auf eine so lange Geschichte als Industriestandort zurückblicken wie Bomlitz. Zum 200-jährigen Jubiläum des Industrieparks haben die Firmen des Standorts im letzten Jahr eine Ausstellung ermöglicht, die vom Historiker Thorsten Neubert-Preine betreut und inhaltlich erarbeitet worden ist. Er ist auch der Autor der Festschrift, die in der Ausstellung und beim FORUM kostenlos erhältlich ist. Für das FORUM führte Thorsten Neubert-Preine noch einmal durch die Ausstellung.

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Die Warnau-Brücke als sinnloses Kriegsopfer

01/2016 - Im April 1945 wurden in der Region von oft versprengten deutschen Truppenteilen Brücken zerstört oder vehement verteidigt. Die britische Armee sollte am Überqueren der Aller oder auch der Warnau gehindert werden. Ein letzter sinnloser Akt in einem sinnlosen Krieg. Die getöteten Soldaten, die nur noch wenige Tage hätten überstehen müssen, befinden sich z.B. auf den Ehrenfriedhöfen in Essel oder Eickeloh und auch in Borg. FORUM-Vorstandsmitglied Heinz Steudle aus Benefeld hat die bewegte Geschichte der Warnau-Brücke in Benefeld in den letzten Kriegstagen 1945 in der Walsroder Zeitung beschrieben.

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