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EIBIA und Ortsgeschichte

Auch auf Gewitter war man in der EIBIA vorbereitet

06/2017 - Neben dem Fahrradweg, der zur Oberschule Bomlitz führt, lagen die Fertigwarenlager der EIBIA, der größten Pulverfabrik im Dritten Reich. Die Schutzwälle und die Zuwegungen für die Elektrokarren sind noch erkennbar. Auf den Wällen sieht man die Ausmaße der ehemaligen Lagerhallen. Bei den Sprengungen nach dem Zweiten Weltkrieg machten es sich die Briten einfach: Die Pfosten der Skelettbauweise aus Stahlbeton wurden gesprengt, der Rest brach automatisch zusammen. Auf den Wällen sieht man noch die Sockel für die Blitzableiterstangen, die mehrere Meter hoch ragten und die Hallen bei Gewitter schützten.

 

Auf archäologischen Spuren durch Borg

05/2017 - Gewässer bedeuteten in der Geschichte Zugang zu Lebensmitteln, Schutz und auch Transportmöglichkeiten. Im "Flussdelta" der Gemeinde Bomlitz aus Warnau, Bomlitz und Böhme siedelten daher nachweisbar bereits in der Bronzezeit vor rund 3.500 Jahren Menschen und bestatteten ihre Verstorbenen in Hügelgräbern. Für das FORUM führte Dirk Hering von der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft die Gäste zum Gräberfeld in Borg. Anschließend besichtigte die Gruppe die mittelalterliche Borger Burg, von der heute nur noch Spuren erkennbar sind.

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Ein prominenter Zeitzeuge zu Gast

03/2017 - In mehr als 200 Jahren Industriegeschichte der Firma Wolff hat nach dem Zweiten Weltkrieg auch die Arbeitnehmervertretung eine lange Tradition. Helmut Schlüter als Vorsitzender in den 1950er und 1960er Jahren wurde legendär, und auch Personal für bundesweite Funktionen startete hier in den Beruf. Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der IG BCE von 1995 bis 2009, wurde Anfang der 1960er Jahre bei Wolff zum Maschinenschlosser ausgebildet. Als prominenter Gast besuchte er nun die Ausstellung zur Bomlitzer Industriegeschichte, die von Historiker Thorsten Neubert-Preine betreut wird, und fand sich auf einem alten Zeitungsausschnitt wieder.

 

Die EIBIA Liebenau erzählt eine dunkle Geschichte

03/2017 - Die EIBIA GmbH für chemische Produkte hatte ihren Sitz und den ersten Produktionsstandort in Bomlitz und zwei weitere Fabriken in Dörverden und Liebenau. Liebenau hatte dabei mehr als 400 Gebäude, und das Gelände war ca. viermal so groß wie das in Bomlitz. Zusammen war die EIBIA der größte Pulvererzeuger im Dritten Reich. Das FORUM besuchte Liebenau mit einer Gruppe und wurde vom örtlichen Historiker Martin Guse durch das Gelände geführt, der von einer dunklen Geschichte berichtete. Ein Verein unter seiner Leitung arbeitet diese Geschichte auf. 

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Bomlitz löste Meckelfeld als Pulverlieferant ab

03/2017 - Seit der Entwicklung von Geschützen und Schusswaffen entwickelte sich Schießpulver zum Stoff, der über Sieg oder Niederlage, politische Macht und Reichtum entschied. Wer gute Handelsbeziehungen hatte, Salpeter, Holzkohle und Schwefel als Bestandteile zu beschaffen, und die Techniken in Pulvermühlen beherrschte, konnte seine Armee schlagkräftig machen. Auf Einladung des FORUM stellte der Historiker Carsten Walczok seine Promotion vor, in der er die Geschichte des Schießpulvers in Norddeutschland und die Bedeutung der Pulvermühlen in Meckelfeld und Bomlitz im 18. und 19. Jahrhundert untersuchte.

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Mit Else Hunt verstirbt eine wichtige Zeitzeugin

02/2017 - Im Alter von 94 Jahren ist die ehemalige Jarlingerin Else Hunt gestorben. Sie war die letzte KZ-Überlebende in der Region, ihre Erlebnisse hatte Heinrich Thies im Buch "Wenn Hitler tot ist, tanzen wir" beschrieben. Im vergangenen Jahr machte Else Hunt beim FORUM gemeinsam mit dem Autoren eine letzte Lesung im mehr als voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus Bomlitz. Das FORUM gedenkt einer tapferen, alten Dame, die immer wieder zum Durchhalten aufforderte und deren konkrete Geschichte vielen half, sich die NS-Diktatur hier vor Ort vorzustellen.

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120 Jahre alte Wolff-Transportkiste gefunden

02/2017 - Die Ausstellung zur Geschichte des Industrieparks in Bomlitz besteht mittlerweile 1 ½ Jahre. Ursprünglich war sie im Rahmen des 200-jährigen Jubiläums des Unternehmens entstanden, darf aber bis auf weiteres noch bestehen bleiben. So werden nach wie vor Führungen angeboten, die der Historiker Thorsten Neubert-Preine durchführt. Jetzt kann die Ausstellung mit einem neuen Exponat aufwarten: In den Räumlichkeiten der um 1895 gegründeten Schmiede Mangels in Bad Fallingbostel stand noch eine über 100 Jahre alte Transportkiste der Firma Wolff & Co., die von der Eisenbahnstation Cordingen stammt. 

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Wie ein Erdkundebuch, aber mit Inhalt aus der Region

12/2016 - Als Wolfgang Wasser beim FORUM einen Vortrag über den Verlauf und die Auswirkungen der Eiszeit in der Region rund um Bomlitz anbot, war klar, dass es ein interessantes Thema sein wird. Aber es war nicht klar, ob es auch ein Publikum finden würde. Das merkte man schließlich, als man kurz vor Beginn des Vortrags immer mehr Stühle aufstellen musste. Jetzt hat Wolfgang Wasser unterstützt von Thorsten Neubert-Preine seine Vortragsergebnisse zu einem Rückblende-Heft ausgearbeitet. Im FORUM-Programm 2017 wird er es vorstellen.

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Man kennt Grabstätten, aber wo war die Siedlung?

11/2016 - Die Archäologische Arbeitsgemeinschaft Heidekreis ist zwar ein ehrenamtlicher Verein, macht aber professionelle Arbeit: Wenn bei Bauarbeiten oder in anderen Situationen Spuren frühzeitlicher Besiedlung gefunden werden, werden sie gesichert, freigelegt und dokumentiert. Die Region rund um Bomlitz ist in dieser Hinsicht ergiebig, und Hügelgräber keine Seltenheit. Besonders bekannt sind die Hügelgräber in der Borger und Benefelder Lohheide. Beim FORUM erläuterte Dirk Hering, Beauftragter für Bodendenkmäler im Südkreis, den Stand der Kenntnisse. 

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Die 1970er waren gute Jahre für die Firma Wolff

11/2016 - Mehr als 4.000 Menschen waren in den 1970er Jahren bei der Firma Wolff beschäftigt. "Drumherum gab es nur wenige andere große Arbeitgeber. Und wenn man bedenkt, dass die Gemeinde Bomlitz seinerzeit nur wenige Einwohner mehr hatte als heute, wird die damalige Bedeutung der Firma klar", berichtete Historiker Thorsten Neubert-Preine. Eine ähnlich hohe Beschäftigung habe die Firma nur zu Kriegszeiten gehabt. Noch einmal wird es am 12. Dezember eine FORUM-Führung durch die Ausstellung geben, bevor sie nach 1 1/2 Jahren abgebaut wird.

 

Bomlitz war immer ein besonderer Industriestandort

10/2016 - Zum Jahresende darf der Historiker Thorsten Neubert-Preine mit Erlaubnis von DOW noch einmal Führungen durch die Ausstellung "200 Jahre Industriegeschichte in Bomlitz" anbieten. Das Interesse ist nach wie vor groß. Zum Oktober-Termin fanden sich rund vierzig Gäste ein, die mit Neubert-Preine anhand von Originaldokumenten, Exponaten und sogar einem Film aus den 1940er Jahren eine Reise in die Vergangenheit des Standorts machten. Das FORUM wird im November und Dezember weitere Führungen anbieten.

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