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EIBIA-Führungen gehen jahrelange Recherchen voraus

06/2020 - Unter Corona-Hygienebedingungen konnte das FORUM endlich wieder eine EIBIA-Führung anbieten. Die zulässige Teilnehmerzahl war bei der Anmeldung schnell erreicht, so dass bald wegen des großen Interesses bereits die nächste Führung angeboten wird. Historiker Thorsten Neubert-Preine erläuterte die Hintergründe und Entstehung der damals größten Pulverfabrik im Dritten Reich, die mit ihren drei Standorten Benefeld, Liebenau und Dörverden im Zweiten Weltkrieg mehr als 20 % des Pulverbedarfs der Wehrmacht abdeckte. Der Referent kann dabei auf vielfältige Informationen zurückgreifen, die er in vielen Jahren Arbeit durch Recherche zusammengetragen hat.

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Tour durch die sichtbare und unsichtbare Geschichte

06/2020 - Die ungewöhnlichen Gebäude, die bei der letzten FORUM-Fahrradtour "Historische Gebäude" besucht und vorgestellt wurden, zeigen die besondere Geschichte von Bomlitz und Benefeld. Das ehemalige Gasthaus "Pulverkrug" ist eines dieser Beispiele, deren Architektur deutlich über das hinausgeht, was man in der Region kennt. Linsenfenster, Mansardgiebel und Fledermausgauben sind z.B. architektonische Elemente, die man findet, wenn man sich das Gebäude in Ruhe anschaut. Ähnlich ist es mit Wohlfahrtsgebäude, Ledigenheim und Bahnhofsgebäude, die in Bomlitz gemeinsam mit dem Pulverkrug das denkmalgeschützte Ensemble "Sozialgebäude Bahnhofstraße" bilden.

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Von Hollige nach Bierde unter Corona-Bedingungen

06/2020 - Fast zwanzig Veranstaltungen mussten wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Jetzt sind nach den ersten Lockerungen wieder einige Angebote unter bestimmten Bedingungen möglich. Den Anfang machte FORUM-Wanderführer Peter Kloy, der eine Sonntagswanderung von Hollige nach Bierde führte. Die Route führte auch über Neumühlen, wo seit dem 14. Jahrhundert ein Wasserrad installiert ist und heutzutage über einen Generator rund zwanzig Kilowatt elektrischen Strom pro Stunde herstellt. Es war natürlich noch nicht wie gewöhnlich, aber es hat gut getan, wieder loslegen zu können.

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Jugendliche bestimmten Längen- und Breitengrad

06/2020 - Wer in der letzten Zeit an der Cordinger Mühle vorbeikam, sah Ungewohntes: Jugendliche waren dabei, mit Messlatten und Winkelmessgeräten das Gelände zu vermessen. Es handelte sich um die 10. Klasse der Freien Waldorfschule, die Corona-bedingt in zwei zeitlich getrennten Gruppen an der Mühle aktiv ist. Auf dem Lehrplan steht das sogenannte “Feldmessen“, bei dem die Schülerinnen und Schüler mathematische Kenntnisse aus der Trigonometrie praktisch im Gelände anwenden müssen. Schließlich erstellen sie durch genaues Beobachten, Messen und Zeichnen eine präzise Karte.

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Jede Mühle hatte immer auch eine "Mühlenkatze"

05/2020 - Immer wenn mit Getreide gearbeitet wird, sind Mäuse nicht weit. Und immer wenn man mit Mäusen zu tun hat, holt man sich gern die Unterstützung von Katzen. Auch Heinrich Westermann, der letzte Müller auf der Cordinger Mühle in Benefeld, hatte (mindestens) eine "Mühlenkatze". Auf einem der früheren Fotos hatte sie sich sogar mit auf das Bild geschmuggelt. Ihr Name ist leider unbekannt, aber sie hat sicherlich gute Arbeit geleistet. Das FORUM hat für Interessierte ein Suchspiel vorbereitet und eine "Mühlenkatze" versteckt. Wer in den nächsten Tagen bei einem Spaziergang mit Kindern oder Enkeln an die Cordinger Mühle kommt, kann sich auf die Suche machen.

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Katja Riemann und die Cordinger Mühle

05/2020 - Die Schauspielerin Katja Riemann hatte 1987 ihr Fernsehdebüt mit der Verfilmung des autobiographischen Romans "Sommer in Lesmona". Sie spielte die Marga Lürmann, die der Autorin Marga Berck, geborene Magdalene Melchers, nachempfunden ist. Für ihre Leistung bekam Katja Riemann den Grimme-Preis. Magdalene Melchers, geboren 1875, war die Tochter einer wohlhabenden Bremer Kaufmannsfamilie. Und der Cousin ihres Vaters, Georg Friedrich Melchers, kaufte 1901 den Cordinger Mühlenhof. Mit dieser Übernahme endete an der Mühle eine Tradition, die mehr als fünfhundert Jahre anhielt.

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Das Walsroder Wappen zeigt jetzt ein Mühlrad

05/2020 - Das Wappen führten im Mittelalter die Ritter auf ihren Schilden, damit die Gegner wussten, mit wem sie es zu tun hatten. Es war eine Art Visitenkarte und Firmenlogo, das Herkunft, Selbstverständnis und Besonderheit der eigenen Truppe darstellen sollte. Am 05. Mai 2020 hat der neue Rat der Stadt Walsrode sich nach der Fusion mit Bomlitz jetzt ein neues Wappen gegeben (Bild links). Während man in Bomlitz bislang scheinbar besonders stolz auf die bronzezeitlichen Hügelgräber war (Bild rechts), verstand man sich in Walsrode als Nachfahren des Klosters, das immerhin bereits im Jahr 986 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Im neuen Wappen werden beide Wappen nun integriert.

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Manchmal kommt das ZDF-Programm aus Uetzingen

05/2020 - Der Uetzinger Markus Haist ist auf viele Arten kreativ. Er ist Pianist, Chorleiter, Fotograf, malt und ist seit vielen Jahren auch Filmemacher. Seine Dokumentationen, die auch im ZDF gezeigt werden, sind üblicherweise nicht abendfüllend, sondern dauern nur ca. fünf bis acht Minuten. Aber darin liegt die besondere Qualität: Markus Haist erläutert nicht in erster Linie mit Text, Informationen und Daten, sondern erzeugt mit Bildern, Einstellungen und Atmosphäre eine Tiefe, die den Zuschauenden ermöglicht, die Themen nachempfinden zu können. Dabei stellt er in seinen Beiträgen immer die Menschen in den Mittelpunkt.

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FORUM stellt Briefmarken zu EIBIA und Mühle vor

05/2020 - Die Kirchengemeinde Meinerdingen hatte bereits Briefmarken ihrer Kirche herausgegeben, das FORUM hat nun die gute Idee nachgemacht: Die Cordinger Mühle und zwei EIBIA-Gebäude sind jetzt als Briefmarken-Motive erhältlich. Mit den Briefmarken zum "Gedenkort EIBIA" soll auch daran erinnert werden, dass vor 75 Jahren mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Region und mehrere tausend Fremd- und Zwangsarbeiter der Pulverfabrik EIBIA befreit wurden. Die FORUM-Veranstaltungen zu diesem Thema werden wegen der Corona-Zwangspause auf die zweite Jahreshälfte geschoben.

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Vielleicht war die Hexe gar nicht böse

04/2020 - Es ist noch nicht klar, ob das FORUM-Märchenfest an der Cordinger Mühle in diesem Jahr stattfinden kann. Dabei wären auf jeden Fall wieder Christine und Werner Winkel von der Puppenbühne "Goldener Schlüssel", die eines der Grimmschen Märchen aufführen würden. Märchen sind den beiden seit Jahrzehnten wichtig: "Die Originaltexte faszinieren immer noch. Wir merken, dass die Märchen aktuelle Bezüge und auch heute noch Gültigkeit haben", sagt der Pädagoge Winkel. Und zum Schluss gewinne immer das Gute. Was allerdings das Gute ist, kann man gelegentlich nicht so einfach erkennen, wie eine Geschichte von Paul Maar ("Am Samstag kommt das Sams zurück") zeigt.

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Eckard Schulz bringt Podcast-Lesungen in die "Hörbar"

04/2020 - Eckard Schulz hatte sich auf die Lesung beim FORUM gefreut. Sein neuestes Buch "Nachlese" ist das dritte, in dem er von den Begegnungen erzählt, die er in vielen Jahren Arbeit als Redakteur einer Lokalzeitung hatte. Eckard Schulz schreibt persönliche Geschichten, er hört seinen Gesprächspartnern zu und beobachtet mit feinem Gespür. Seine Lesung beim FORUM muss wegen der Corona-Zwangspause zwar leider verschoben werden. Dafür will Eckard Schulz aber die Kapitel des bereits vergriffenen ersten Buchs als Podcast einlesen und in seiner "Hörbar" kostenlos abrufbar machen. Mit Schmunzeln kämpft er dabei aber erst einmal mit den Tücken der Technik.

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